FRANZISKA FIEKE (1988 - 2010)
21365 SAHEN + IMPRESSUM
 hinab
Dienstag, 07.Juli 2009 | 7 GEDANKEN
Multiplex mentalis (mehr im Kopp)

Treiben auf der vague de sensibilité, das Gesicht gedrückt in den Grund des Ichs.
Farbspielirrung in entschiedenster Vollkommenheit. Pastellisierung ungreifbarer Eindrücke, ein Kohlestrich in wütiger Ekstase.
Die Einsicht verschwimmt, Worte strömen. Ungeklärte Klarheit weicht klarem Konstrukt der Lettern, der geformten Unbedingtheit des Verstands. Ist normativ, ist fassbar, was dem genormten Medium entspringt? Du verstehst, aber begreifst du auch? Begreife denn ich?
Trägt man Gefühl, gehört es ausgesprochen, bestätigt, erklärt? Oder gehört es nur gefühlt? Ist man seinen Mitmenschen einer Offenbarung schuldig? Oder diesem einen? Will man sie ihnen schuldig sein? Will man sich verletzbar machen, ist man es nicht ohnehin?
Im Augenblick der bröckelnden Fassade, des Annehmens einer empathischen Ahnung gewährt die Iris Einblick auf die Komposition. Doch willst du sie auch sehen, hören, empfinden? Sich einzulassen ist nie einseitige Gefahr, sich einzulassen birgt den Moment des Versinkens, des Spürens von Kräften wie Schwächen, Vernichtung und Glück. Die Bewältigung der fließenden Grenze zwischen Vertrauen und Abenteuer: sinnlich, waghalsig, intensiv.

Bist du es, gib dich zu erkennen. Bist du bereit, nimm meine Hand, lass' dich führen, führe mich, lass' dich belehren, belehre mich.
Wieviel eines Versprechens obliegt letztendlich mir.



Oder uns?

 


Ein Hauch von Luft..

Sonntag, 05.Juli 2009 | 0 GEDANKEN
Abschluss, oho.
In seinem Leben schließt man viel ab. Jeden Morgen die Haustür, das Auto, Fahrrad, manch einer auch seinen Kopf. Dieses Abschließen aber ist zumeist verknüpft mit dem Gedanken und der Hoffnung eines späteren (Wieder-)Öffnens. Hin- und wieder, das will ich nicht leugnen, auch zum Leidwesen seiner Mitmenschen. Manch ein Abschluss ist gar nicht erst eigenverschuldet und so unterbindet sich auch die Möglichkeit, ihn hinterher revidieren zu können. Dieser Gedanke ist für den üblichen Normal-Egomanen traurig, treibt ihn in Depressionen, Younglife-, Midlife- und Oldlife-Crises. Diese zu analysieren und ins Verhältnis zu stellen ist urst witzig (ohoh, ich verrate gerade meinen Ursprung..), daher überlasse ich euch mal den Spaß - vorläufig.

Mein heutiger letztlicher Abschluss ist irgendwo zwischen dem Eigen- und dem Fremdwillen. Allein verschuldet ist er nicht, aber auch nicht völlig dritthandsgeleitet, immerhin habe ich ja einiges getan, ihn möglichst weit rauszuzögern.. (welch ein diabolischer Plan, mich zwischen die geburtenschwachen Jahrgänge zu schieben, haha! *Plan 1 von 1^10 abgeschlossen.)
Wenn ich es mir recht bedenke, ist Abschluss ein falsch gewähltes Wort. Es ist eher so das letzte Zucken, posthum versteht sich. Naja, nur DADA ist da, immernoch und immerwährend. Nimmt sich ganz schön genau, dieses Trauer- und Lustspiel, wenn ich das mal so sagen darf.
Das Abitur ist also in der Tasche und darf jetzt gefaltet, mit schönstem Emblem versiegelt und verschickt werden, gehört es doch zerissen und verbrannt.. ach, welch Stück Trug befähigt die Besten unter den Bekloppten zur Elite 2.0 zu werden? Soll ich stolz darauf sein, ein elitärer Idiot werden zu dürfen? Na herzlichen Dank auch.
Die erste Entscheidung scheint dabei die denkwürdigste zu sein: jene zwischen Leidenschaft und Existenzerhaltung. Gehe ich meiner Leidenschaft nach, werde ich des Lebens kaum fähig sein, entscheide ich mich für zweiteres, ist fraglich, wieviel sprudelndes Kribbeln mich auf Berufswegen einmal begleiten wird, und, ob ich wahrhaftig ich wäre.
Eine Entscheidung zwischen Gefühl und Verstand. Verstand und Gefühl. Dabei durste ich schon an Etappe Eins rum..

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@TommyPower man könnte meinen, würde man denken, würde man wollen, das sei so etwas wie eine berufung. doch so ist's einfach nur das ich.. 03/09/2010 >>
Momentgedanke
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